Geothermie
Städtische Wärmeinseln, [Zhu et al 2010]
Als Geothermie
bezeichnet man die Nutzung der in der Erdkruste gespeicherten Wärme.
Abgesehen von den oberflächennahen Bereichen, deren Wärmeinhalt
ursprünglich auf eingestrahlte Sonnenenergie zurückzuführen ist, stammt
die Erdwärme aus dem Erdinneren. Dort entsteht Wärme aus dem
Zerfall radioaktiver Isotope. Die Erde ist zu etwa 99 % heißer als
1.000 °C, zu 99,9 % noch heißer als 100 °C. Man unterscheidet aufgrund
der unterschiedlichen Nutzungsbereiche grundsätzlich zwischen
oberflächennaher und tiefer Geothermie. Grundsätzlich unterscheiden sie sich in Temperaturbereich und Tiefe.
Die Nutzung thermischer Energie aus dem oberflächennahen Untergrund ist eine CO2 reduzierende alternative zur herkömlichen Klimatisierung von Gebäuden. Sie gewinnt zunehmend an Bedeutung mit dem Hintergrund knapper werdender fossiler Ressourcen. Bisher vernachlässigt der wachsende Markt geothermischer Anlagen die Bilanzierung der im Untergrund vorhandenen thermischen Energie [Saner et al 2010]. Generell ist eine Zunahme der Grundwassertemperaturen im innerstädtischen Bereich zu beobachten [Zhu et al 2010]. Daher empfiehlt es sich auf der Basis von Voruntersuchungen angepasst an die lokalen Bedingungen eine Bewirtschaftung dieser thermischen Energie exakt zu planen.
Unsere Leistungen
- Beratung, konzeptionelle Planung und Projektierung vom Einfamilienhaus bis zum Bürogebäude
- Machbarkeitsstudien
- Ermittlung der untergrundspezifischen Systemparameter:
Betreuung von Pilotbohrungen und Versuchsbrunnen mit Auswertung von
"Thermal Response Tests"und Pumpversuchen
- Vor-, Entwurfs- und Genehmigungsplanung
- Ausführungsplanung mit Anlagendimensionierung und Druckverlustberechnungen
- Ausschreibung von Bauleistungen
- Bohranzeigen nach Wasserhaushalts- und Bundesberggesetz (WHG / BBergG)
- Bauleitung und örtliche Bauüberwachung
- Numerische 3D - Simulationen
Ansprechpartner
Dr. Thomas Schweizer, Dipl.-Geologe, Beratender Ingenieur, Ingenieurkammer B-W
Mitglied der geothermischen Vereinigung (GtV) e. V.
Mitglied des Bundesverband WärmePumpe e. V.